Herzlich willkommen bei

Irene Gira-Marl

Zwischengedanken

Durch Meditationen erhalte ich immer wieder Informationen. Auch mein Leben bietet mir genug Gelegenheiten, über mich, über die Menschen und über unsere Welt nachzudenken. Nicht immer schreibe ich dann sofort einen Newsletter, denn zu viele Newsletter machen lese-müde. Deshalb habe ich mich entschlossen, Gedanken und Ideen “zwischendurch” hier in dieser Rubrik niederzuschreiben und Sie daran teilhaben zu lassen.

Wir alle, wahrscheinlich mit nur wenigen Ausnahmen, haben als Kind wohl immer wieder Sätze gehört, mit denen man uns vermittelt hat, wir seien noch zu klein oder verstehen etwas noch nicht.
Auch den Satz „Nimm dich nicht so wichtig!“ kennen sicher einige. „Das kannst du nicht!“ ist im Ranking auch weit oben.
Manche wurden von den Eltern regelrecht unterdrückt. Sie haben verlernt, sich etwas zu trauen und sich etwas zuzutrauen.
Wie oft erkenne ich in Einzelsitzungen, dass manche immer nur handeln, wie es anderen vermeintlich gefällt, weil sie als Kind immer nur darum gekämpften, geliebt zu werden.
„Brav sein, damit man geliebt wird.“
Wenn du zu jenen gehörst, die genau das oder Ähnliches in ihrer Kindheit erlebten, dann bedenke bitte, dass eine Seele nicht mehr das ist, was sie einmal als Mensch war. Sie ist voll Liebe für dich, auch wenn sie dazu im Leben nicht in der Lage war. Nichts wünscht sie ein Verstorbener mehr, als zu helfen, wenn es um Entwicklung, Freude und Anerkennung geht.
Sprenge deine Grenzen, denn deine Lieben sind mit ihrer Kraft bei dir und wollen dich unterstützen! Dazu ist es allerdings nötig, dich für deine ersten Schritte in ein freies Leben zu entscheiden!

Ich starte heute meine Zwischengedanken mit einer Idee. Wir leben zurzeit in einem beinahe zweigeteilten Land: Es gibt jene, die durch die Maßnahmen der Regierung derzeit zum “Nichtstun” gezwungen sind (und sich teilweise auch große Sorgen um ihr Einkommen machen) und jene, die kaum eine Minute Zeit für sich haben, weil sie dafür sorgen, dass unser System nicht völlig zusammenbricht. Ich möchte diese Mitmenschen gerne als “System-Erhalter” bezeichnen. Doch wie oft sagen wir denn dafür “Danke”?
Wie wäre es denn, wenn man einfach einmal ein zusätzliches “Dankeschön” an all jene, die jetzt für uns sorgen, sagt? “Danke, dass Sie für mich/uns jetzt da sind!”
Wäre es nicht schön, wenn wir uns alle wieder einmal dankbar zeigen, gerade dann, wenn nichts mehr selbstverständlich ist?

Corona-Ausnahmezustand – null Einkommen – null Existenzangst. Wie geht das denn? Ich, die schon oft in ihrem Leben Existenzkrisen meistern musste, wird nicht von ihrer Angst eingeholt. Warum nicht? Diese Frage stelle ich mir schon seit ein paar Tagen. Und nicht nur mir selbst, sondern auch der Geistigen Welt. Eigentlich erkenne ich mich selbst nicht mehr. Es gab in meinem Leben einige Zeitabschnitte, in denen ich oft nicht wusste, wie ich meine Rechnungen bezahlen soll. Oft war nicht einmal mehr Geld da, um Lebensmittel einzukaufen. Nur Hundefutter (damals zwei wunderbare Begleiter durch schwere Krisenzeiten) habe ich immer gekauft. Das Konto war leer, meist auch noch überzogen. Heute zählt dies zu meiner Vergangenheit. Doch die Existenzangst hat mich immer wieder eingeholt. Meist wurde diese Angst genau dann angetriggert, als es eigentlich keinen äußeren Grund dafür gab. Dies waren immer Zeichen, dass ich mich dem stellen muss. Ich musste aktiv etwas gegen diese Angst tun, sie aufarbeiten. Und das habe ich immer versucht. Ich habe die Impulse angenommen. Jetzt, da es eigentlich einen echten Grund für Angst gäbe ist sie einfach nicht da. Warum, das wurde mir erst kürzlich bewusst: Ich musste meine Angst besiegen, bevor dies alles passiert ist. Oft dachte ich, ich stehe alleine da, die Geistige Welt hilft mir da nicht. Und das war auch so – oder eben ganz und gar nicht! Denn die Geistige Welt gab mir die Gelegenheit, meine eigene, irdische Angst zu lösen, die Verantwortung für mich selbst wahrzunehmen. Sie war nicht “aktiv”, sie hat mich “passiv” unterstützt. Doch jetzt, wo die Angst eigentlich begründet wäre, gibt sie mir das Gefühl, niemals alleine zu sein, ich fühle mich umgeben und erfüllt von Kraft und tiefstem Vertrauen. Warum ich euch diese persönliche Geschichte erzähle? Nun, ich möchte euch allen das Gefühl geben, dass wir zu keiner Zeit alleine sind, dass die Geistige Welt uns immer zur Verfügung steht, uns zu helfen. Doch sie braucht IMMER unsere Entscheidung für eine Veränderung! Niemand wird von der Geistigen Welt allein gelassen, der um Hilfe bittet und bereit ist, die Impulse für die Veränderung auch anzunehmen! Das möchte ich euch ans Herz legen: Nehmt diese Chance wahr, auch wenn es eine Herausforderung ist!
Die Geistige Welt hilft nicht mit “Pauken und Trompeten”, nein, sie hilft still und jeder/m genau so, wie sie/er es braucht.

Heute wende ich mich an diejenigen, für dich ja in erster Linie da bin, nämlich an alle jene, die um einen geliebten Menschen trauern:   Ich weiß, dass es dir in dieser außergewöhnlichen, ja vielleicht sogar anstrengenden Zeit jemanden brauchst, der dich versteht! Jemanden, der Mitgefühl mit dir hat und dich unterstützt.
Vielleicht fühlst du dich gerade einsam und alleine und würdest lieber mit gerade jener Person streiten, als sie nicht mehr an deiner Seite zu haben. Du würdest lieber Diskussionen führen, als alleine hier an deinem Computer oder Handy zu sitzen. Alles wäre dir lieber, als ohne sie zu sein!
Ich weiß und ich verstehe dich! Ich möchte dir die Zuversicht geben, dass du nicht alleine bist! Genau jene Person oder auch Personen, die du so sehr vermisst, ist/sind genau jetzt ganz in deiner Nähe, damit du nicht verzagst, damit du wieder Hoffnung schöpfen kannst und mutig in deine Zukunft blickst.
Wenn du still wirst und deine Gedanken an sie richtest, kannst du ihre Nähe vielleicht sogar spüren. Du darfst weinen, du darfst dich traurig fühlen, doch du darfst auch fröhlich sein. Du darfst alle deine Gefühle zulassen.
Vertraue darauf, dass deine Lieben in der Geistigen Welt bei dir sind, egal, ob die sie spüren kannst oder nicht (es macht keinen Unterschied für die Seelen). Auch, wenn es jetzt unendlich weh tut, bitte vertraue darauf: Es geht vorbei! Es wird nach und nach leichter werden und eines Tages wird die Trauer einer liebevollen Erinnerung weichen können!
Und zu keinem Zeitpunkt deiner Trauer bist du allein! Deine geliebten Seelen sind immer bei dir!